US-WAHL is US-CHOICE

19.01.2017 - Jetzt ist es amtlich - ein großer Teil der amerikanischen Wähler hat einen Präsidenten gewählt, mit dem der Rest der Bevölkerung nicht wirklich zufrieden ist. Die Union ist mehr denn je gespalten. Auch kurz nach Amtsantritt bleibt der neue bei seinen alten Sprüchen vom Wahlkampf. Es bleibt abzuwarten, was davon umgesetzt wird und ob er das erste Jahr übersteht. Gefährlich allerdings, schafft er es nicht, bleibt als Ablenkungsmanöver meist nur ein Krieg. Die Munitionslager müssen dann für Nachschubproduktion geleert werden. Das schafft wieder Arbeitsplätze. Ein Hoffnungsschimmer, auch die Republikanische Partei ist gespalten, was den Kandidaten betrifft. Sollte die Partei Gefahr laufen, zu stark beschädigt zu werden, werden sie sich was einfallen lassen; z.B. ein Amtsenthebungsverfahren.

 

 

Nachfolgendes berichtete ich schon fünf Tage nach der Wahl:

Gewinner durch moderne Medien-Taktik. Der proletenhaft agierende Donald Trump wird President of the United States. Damit wird sich auch viel in den transatlantischen Verträgen ändern.

Kurzbericht auf Winfuture. Analyse folgt. Mehr denn je brauchen die amerikanischen Ökobewegungen jetzt unsere Hilfe. Es wird dort durch den Politik-Wechsel in Zukunft auch mehr rechtslastige Tendenzen geben. Deshalb für 2017 - nochmal alles gegen TTIP CETA & Co.

Schon 5 Tage Protest gegen den neuen - "Not our President" - das wird Fakt: bleibt der 4 Jahre, wird er die Republikanische Partei auf Jahrzehnte beschädigen - zum einen, wenn er seine rassistischen Ankündigungen umsetzt - oder - wenn er es nicht macht. Zu groß die vielen Versprechungen an seine meist ungebildete, sozial schwache Wählerschaft. Wie die Engländer beim Brexit, denken die, an allem sind die Ausländer schuld. Schuld ist aber der Versuch, alles transatlatisch billiger woanders produzieren zu lassen und damit eine reine Konsum-Gesellschaft zu werden. Wer seine Handwerksbetriebe und mittelständischen Unternehmen nicht schützt, wird in einer sich globalisierenden Welt schnell zum Opfer. Jegliche Wirtschafts-Booms egal wo, sind nur temporäre Blasen, die schnell platzen und große Schäden hinterlassen.

Dazu bringt Spiegel-Online einige Tage später nach rainbow-brandenburg.de ein Interview mit Prof. Wendy Brown, die das auch so interpretiert.

Zitat: "Durch den Abbau des Wohlfahrtsstaats wird es zunehmend unmöglich, mit einem Arbeitergehalt den Lebensunterhalt zu bestreiten" .....  "faktisch ist ihre Situation auf die   Globalisierung zurückzuführen, den Neoliberalismus und die Zerstörung ganzer Industriezweige, die der Mittelschicht bis dato eine Existenz sicherten" ....

Als Verursacher sind die bisherigen demokratische Kräfte im Visier. Zitat: "In diesem Weltbild sind Bildung und Kultur hohe Güter. Gleichzeitig geht sie oft mit einer Verachtung für Menschen einher, die als Ignoranten und Trottel abqualifiziert werden. Die anderen spüren die Verachtung, die ihnen von Seiten der intellektuellen Snobs entgegenschlägt"

Auch von anderen Berichterstattern hagelt es Schelte - MSN meint: "Wie versprochen, so gebrochen" und verweist in einem anderen Artikel auf: "Rufe nach Wahlanfechtung werden lauter". Wen wundert es. Im Vorfeld gab es beim ehemaligen Erzfeind in Talkshows den ausgesprochenen Verdacht, würde Hillary Clinton gewinnen, dann dürfte dies einer Wahlfälschung zu verdanken sein. Das würde aber auch heißen, Russland gibt sich beim Hacken geschlagen. In- Offiziell. Frage an die Experten: "Mit wem kann man bessere Geschäfte machen?"

Auch ist es nicht so, dass die Republikaner einig sind bei der Wahl. Immerhin gibt es den Norden und Osten genau noch wie den Süden und Westen. Und in einigen Gegenden redet man schon über die Möglichkeit eines Amts-Enthebungs-Verfahren innerhalb des ersten Jahres um parteilichen Schaden zu minimieren. 
Wie auch immer die Entwicklung ihren Lauf nimmt - eines zeigt sich deutlich: die EU wurde von den Amerikanern belächelt, weil sie sich anfangs an demokratische Regeln halten wollte bei TTIP; es gab Worte wie "unzuverlässig" usw. Nun zeigt sich, was die nordamerikanischen Ureinwohner schon lange wissen. Verträge stehen nur auf dem Papier.

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