NULL TRANZPARENZ - Wunschtraum vieler Politiker

Die alles umsorgende Regierungs-Elite verweigert seit Jahrzehnten die Transparenz zu diversen Beschlüssen, der Steuerumsetzung, Verträge und manche Gesetzesänderungen werden hinter verschlossenen Türen gemacht. Die Agrar-Industrie als "Neuzugang" läßt erahnen, wie es in anderen Bereichen aussieht, sie ist mit der Nahrungsmittel-Industrie im digitalen Zeitalter aufgewachsen und die Maschen ihrer Manager setzen auf alt hergebrachte Strategien auf. Dieses politische Verhalten hat auch die Bundesregierung Deutschland bis in die Spitzen der euröpäischen Union getragen und etabliert. Ein Durchblick für die Bürger soll scheinbar auf weiten Gebieten erst gar nicht stattfinden. Kritiker sollen zermürbt werden, der Funktionsapparat für Wirtschaft und Industrie mit seinen Lobbyisten unauffällig operieren können, wie es sich die Mafia nicht besser wünschen könnte. Politprofis agieren pressewirksam wie Kino-Stars und dirigieren ein immer mehr in Stagnation verfallendes Publikum. Oder eine Fan-Gemeinde, wie es in des Königs neue Kleider nicht besser erzählt werden könnte; verzweifelte Partei-Anhänger, die mit zittrigen Fingern ihren Strohhalm greifen und beweihräuchern. Und die Demokratie ....? Die bleibt mehr und mehr auf der Strecke. Gestreckt und gevierteilt von den Marionetten des Staates, von den nur vordergründig Mächtigen, die ein vielfaches weniger verdienen als die Bosse ihrer Ansprech-Partner in der Geschäftswelt. Wer dann mit so wenig nicht zufrieden ist, geht früher oder später in die Wirtschaft als Berater - die Kontakte sind ja vorhanden.

Vielleicht gibt es in den Tiefen der Gesetzestexte nocht Optionen, die Transparenz erzwingen könnten. Denn ohne die wird unsere Demokratie verloren sein. Eine Aufgabe für Politikwissenschaftler?

Wie die Macht-Eliten aller Coleur ihre Produkte und Ideen protegieren zeigt wiederholt Monsanto und Co. Hier ein Link zu Global 2000, Östereichs führender Umweltorganisation mit einer Studie dazu:

Gekaufte Wissenschaft

 

18.000 bei Demo in Berlin am 21. Januar 2017

Als warnender Startschuss für dieses Jahr ermahnt uns diese Demonstration zu noch mehr Präsenz und Druck auf Politik und Öffentlichkeit. Drei Jahre Versprechungen von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) liegen hinter uns. 3 Jahre mit fast null Resultat. Sind unsere Ministerien und Behörden tatsächlich nicht in der Lage irgend etwas umzusetzen? Oder muß anders gefragt werden: "WOLLEN SIE NICHT ?" Mit Blick auf diverse Zuliefer-Industrie und der Agrar-Industrie, wo viele Milliarden unterwegs sind, ist Korruption nicht weit. Diese schwarzen Bilder beleuchte ich in einer neuen Sparte. Link dazu ganz unten.

Sie glauben nicht an diese Zusammenhänge? Dann lesen Sie doch mal in der SZ was trächtige Stuten mit Schweine Zucht in Deutschland zu tun haben - da kann man gar nicht so viel essen wie man kotzen muß:

Wie Pharmakonzerne mit Pferdeblut Geschäfte machen!

 

 

Mehr Fotos auf BUND und Videos bei Wir-haben-es-satt-2017 auf YouTube

 

Trotz Minusgraden kamen mitdestens 18 tausend Menschen zur 7. Demo "Wir-haben-es-satt". Für mich war es das erste Mal, dass ich persönlich bei dieser Demo dabei sein konnte. Leider nur 2 Stunden. Aber, wenigstens Flagge gezeigt mit meinem Plakat.

Das es eine zweite Demo gab, mit dem Motto "Wir-machen-euch-satt" ist mir jedenfalls unverständlich und ich bin daher auf Vermutungen angewiesen. Ich kann zu deren Motto nur eines sagen: Mich glücklicherweise nicht mehr. Nach einschlägiger Erfahrung habe ich vor vier Jahren meine Ernährung erfolgreich umgestellt und gebe dafür nicht mehr aus als vorher. Als Nachkriegskind erinnere ich mich gut, bis in die Mitte sechziger gab es bei uns nur einmal Fleisch in der Woche. Da ich hier in Brandenburg selten an überzeugende Qualität komme, mache ich es so, ich kann keine Fleisch Waren verzehren. Dadurch esse ich es noch seltener als damals. Alles andere bauen wir selbst an oder kaufen es über Bio-Höfe. Trotzdem habe ich kaum abgenommen, bin verblödet oder habe Pickel bekommen. "Tiere haben keinen Preis, Tiere haben einen Wert!" Das ist eine der Kernaussagen der Demo. Das ist ein Unterschied im Denkansatz. Mein ganzes Leben lang habe ich schon immer mit Landwirtschaft zu tun gehabt und kenne auch die Probleme. Schon die Bezeichnung "Fleischproduktion" und die Übernahme der britisch geprägten Schlachtmethoden der USA lassen erahnen, wie sich der Wert in der Lebensmittelbranche darstellt. Als der Vorreiter dieser Industriemethoden in Deutschland 1984 ausstieg und eine 180 Grad Wende machte, wurde er belächelt und genau so wenig von der Presse beachtet, wie das mit Demonstrationen wie dieser am 21. Januar  heutzutage geschieht. Aber, er und seine Mitstreiter haben einen Prozess mit angeschoben, der, wenn es von der Politik auch erkannt wird, unserem Land helfen kann, durch neue Standards für bessere Lebensqualität in Europa einen neuen Trend zu setzten. Diese Chance sollte sich Deutschland nicht entgehen lassen. Viele nehmen uns als Befehlsempfänger war, die in alter Tradition an alles eine Nummer machen, alles kontrollieren wollen, keine wirklich eigene Meinung haben. Das ist vielfach auch so und jeder kann es mal ausprobieren bei seinen Mitmenschen. Ich habe Bauern kennen gelernt, die sagten, "der Gesetzgeber hat gesagt, ich kann hier soundso viele Pestizide raufmachen. Dann mach ich das so." Oder: "der Staat sagt, die Schweine müssen nur soundso viel Platz haben. Ich halte mich ja nur an die Gesetze." Und dann habe ich mal einen Holländer kennen gelernt, der hatte einen Milchvieh-Betrieb aus DDR-Zeiten übernommen. Kurz vorher zog sich ein westdeutscher Investor nach Renovierung wieder zurück. War alles von den Stallungen her schon nach West-Standard. Was macht er, reisst etliche Wände raus, baut um, sagt:" Meine Kühe sollen mehr Platz haben, das finde ich besser!" Mehr dazu die Woche.

Eins ist sicher - in jedem neuen Spiel der elektronischen Art gilt es einen Level weiter zu kommen. Das sollte auch für die Entwicklung des menschlichen Denk-Apparats gelten. Zusammen können wir es schaffen. Verbraucher, Landwirte, Politiker. Jetzt Planungs-Sicherheit schaffen für die, die es umsetzen wollen.

Tipp für große bäuerliche Betriebe: die noch übrigen echten landwirtschaftlichen Großbetriebe sollten an eines denken, als nette Kumpel für die Agrarindustrie sind sie doch eher kleine Fische; und was machen die mit kleineren Fischen ???  Auch Aussagen von denen, die mich seit 4 Jahren nicht mehr, aber alle anderen angeblich satt machen, helfen da nicht weiter - wenn sie der Meinung sind - alle Verbraucher wollen nicht mehr Geld für qualitativ bessere Nahrung ausgeben. Das haut prinzipiell nicht hin. Diese Zeiten sind schon ein paar Jahre vorbei. Es gibt die Nachfrage, es fehlen eher regionale Anbieter oder es hapert an unausgereifter Logistik. Die Nahrungsmittelindustrie hat das schon lange erkannt und verdient nicht schlecht an der Lücke.

Wenn's einen Tipp für die größeren gibt, darf einer für die kleineren nicht fehlen: haltet durch, investiert nicht zuviel, zu den riesen Treckern gesellen sich bald mirco Maschinchen. Die könnten die Pestizide vertreiben und auch vieles andere leichter machen. Außerdem wächst die Nachfrage zu Öko-Produkten kontinuierlich.

Zu den Themen tun sich immer mehr Abgründe auf. Dies wird in einem neuen Abschnitt behandelt:

Sprüche und Kommentar: verwerflich profillos - profligate