Nachrichten, Recherche, Journalismus - kurz: die Presse - immer häufiger gibt es Angriffe - verbal und auch schon mal handgreiflich. Es gibt die Bezeichnung "Lügenpresse" - und - die ist gar nicht mal so neu. Zu verdanken haben wir es diesmal allerdings einer sich im Überlebenskampf befindlichen Medienkultur, die sich aus unterschiedlichen Konstrukten zusammensetzt. Es sind Firmen und öffentlich rechtliche Sender, die irgendwo auch Geld verdienen müssen. Beispiele aus der Zeit der Druckmedien zeigen, wie hart der Konkurrenzkampf war und ist. Der Sprung in die papierlosen Medien hat darum nichts besser gemacht. Eine Story ist eine Story- je besser, um so mehr Verdienst letztendlich auch durch Werbung. Darüber hinaus haben die "schwarzen Schafe" in diesem Gewerbe nicht abgenommen, sondern als "Wolf im Schafspelz" eher zugelegt. Und sie haben Macht - wer sich mit ihnen anlegt, sollte finanziell und auch sonst gut gerüstet sein. TROTZDEM: ein großer Teil unserer Medien versucht die Berichterstattungen und die Dokumentationen möglichst objektiv zu gestalten. Und - das in Politik und Medien auch gelogen wird - woher wüssten wir es, wenn nicht durch die Presse, die sich aus diesem Sumpf heraus hält? Die Bezeichnungen "Lügenpresse" wird heutzutage auch oft verwendet von denen, die am liebsten gar keine Presse mehr hätten; außer einer von staatlicher Diktatur geprägten. Darauf können wir verzichten. Wir werden uns weiter mit unserer vielfältigen Medienlandschaft auseinander setzen müssen, falls wir unsere fragil werdende Demokratie wieder "auf Vordermann" bringen wollen.