Es ist kaum zu glauben - aber unsere Welt könnte mit TEAMWORK gerettet werden. Das ist nicht nur ironisch gemeint. Aber, die Betonung liegt leider bei "könnte" - denn es gibt zu viele, die wegschauen. Das ist in Deutschland nicht neu, aber in vielen anderen Ländern ebenso feststellbar. Ein prominenter Wissenschaftler, der sich dazu glücklicher Weise mit seiner Meinung nicht zurück hält, hat auf einer Konferenz mit dem Titel "Hunger auf Veränderung" im Frühjahr 2017 die Sache auf den Punkt gebracht. Hier der Link zu dem Mitschnitt auf YouTube:    

PROFESSOR HARALD LESCH

Es gibt ja weltweit eine kleine Schar aktiver Gegner der aktuellen negativen Prozesse im Ablauf der menschlichen Geschichte. Je nach Möglichkeiten in ihren Staaten, könnten die schon etwas ausrichten und müßten international besser koordiniert werden. In den bisher funktionierenden Demokratien - als bestmögliche Regierungsform - zeichnen sich jedoch mehr und mehr deutliche Schwächen ab. Das liegt nicht nur an den zunehmenden Verstrickungen der jeweiligen amtierenden Regierungen mit Vertretern von Wirtschaft und Industrie. Mangelde Transparenz und Verschleierungstaktiken führen zu ansteigendem Unmut in der Bevölkerung, was wiederum zu einem "Rechtsruck" im Wahlverhalten führt. Erst seit 2006 gibt es in Deutschland ein Gesetz zu dem Problem mit der Transparenz: Informationsfreiheitsgesetz. Den "Rechtsruck" gibt es in vielen westlich orientierten Staaten. Deshalb wäre die erste Wahl für uns eine demokratische Maßnahme: Wir müssen unsere Verfassung und das Grundgesetz schützen, indem wir Transparenz erzwingen. Erst in besser funktionierenden Demokratien können mit weltweitem Teamwork bessere Bedingungen zur Entwicklung der Menschen umgesetzt werden. Und - Tranzparenz ist zwingend erforderlich bei der Korruptionsbekämfpung.

Wer denkt: "Wir sind keine Bananenrepublik"" - der irrt gewaltig. Wer denkt: "Alles Schnee von Gestern" - der zieht sich seine Hose wahrscheinlich mit der Kneifzange an. Zur Zeit des "Kalten Krieges" gab es in Ost und West jede Menge Korruption. "Ham' wa nicht" im Osten führte zu Tausch und Schmiergeschäften genauso wie der "Berliner Sumpf" in West-Berlin ungeahnte Ausmaße annahm und bis heute kräftig nachwirkt. Und - der Wechsel von Bonn ins Schlaraffenland Berlin als Hauptstadt hat für die Bundesregierung nun auch gerade keine positiven Nachwirkungen ergeben.

"March for Science" - In unabhängeigen Demonstrationen haben Wissenschaftler weltweit für ihren Berufsstand demonstriert. Auf der dazugehörigen Webseite steht unter anderem: "Am 22. April 2017 werden deshalb weltweit Menschen auf die Straße gehen, um dafür zu demonstrieren, dass wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind". Gerade deshalb wären Wissenschaftler gut beraten, wenn sie in den eigenen Reihen mal für Abklärung sorgen und die "schwarze Schafe der Korruption" selbst benennen - nämlich die Kollegen, die für Wirtschaft, Industrie und Politik die Statistiken schnitzen und Ergebnisse nach Geldfluss manipulieren. Ein Faktor, die den gesamten Stand in der Öffentlichkeit leider in Misskredit bringt.

Mehr dazu die Tage. Wer beim Umgestalten mitmachen will, findet auf der Startseite eine Link-Liste der Organisationen, die aktuell aktiv demokratisch agieren. Diese Info wird monatlich ergänzt.